Rede am Grabe von Herman Schneller

Lieber Abuna
Wir die Alumni, Ihre Buben und einige der ehemaligen Mitarbeiter der Schnellerschulen, sind heute aus verschiedenen Erdteile der Welt (aus Kanada, USA, England, der Schweiz, Österreich, Deutschland, Jordanien, Palästina und Libanon) zu Ihnen gekommen, um für alles, was Sie für und an uns getan haben, Danke zu sagen. Wir wollen durch unser Kommen unsere Liebe, Verehrung, Respekt und Hochachtung Ihnen gegenüber zum Ausdruck bringen. Wir wollen auch im Namen der tausenden von Schülern, die bei Ihnen ein Zuhause fanden und die Möglichkeit hatten, ihre Ausbildung zu machen, nochmals herzlichen Dank sagen. Wir haben eine sehr gute und solide Ausbildung und Erziehung genossen, die auf der Basis von Ordnung, christlicher Ethik, Fleiß, Disziplin, Gewissenhaftigkeit, Anständigkeit, Ehrlichkeit und Achtung der Menschenwürde sowie andere Religionen beruht. Sie hat uns ermöglicht, „unser tägliches Brot“, wie es Johann Ludwig Schneller formulierte, mit Würde zu verdienen. Wir wollen Sie ehren und unsere Dankbarkeit durch unser Kommen nach Erpfingen zum Ausdruck bringen.
Wir wollen auch die Verstorbenen, die neben Ihnen liegen bedenken und ehren. Ihre Liebe Frau Agnes, die Ihnen ihr ganzes Leben mit Rat und Tat zur Seite stand und Ihre liebe Tochter Ulla, die Sie aufopferungsvoll gepflegt und geliebt hat.
Das wir Erpfingen für diese Veranstaltung ausgesucht haben, lag auf der Hand. Denn in Erpfingen ist der Pionier und Gründer der Schneller Schulen, Vater Johann Ludwig Schneller geboren. Ein großartiger Pädagoge, einer, der seiner Zeit voraus war. Eine Persönlichkeit, die das Unmögliche möglich gemacht hat. Ein praktisch veranlagter Erzieher und Vater. Ein Mensch, der unsere Achtung, Verehrung und Liebe verdient hat. Auch Sie unser lieber Abuna, wollten Ihre letzte Ruhestätte unbedingt in Erpfingen haben.
Wir wollen uns bei dieser Gelegenheit auch bei der Gemeinde Erpfingen für die verschiedenen geplanten und durchgeführten Veranstaltungen und Aktivitäten bedanken, die an Johann Ludwig Schnechgller erinnern sollen, und für die Namensgebung „JLS“ an die verschiedenen Institutionen in Erpfingen, die seinen Namen verewigen werden.
Was Jerusalem für die Pilger ist,
ist Erpfingen für Schnellerschüler.
Ich danke allen für ihre Anwesenheit, und bitte alle, mit mir gemeinsam zu sagen: Danke lieber Abuna.
Basil Rischmaui
13.11.2010
